Schlagwort-Rezension: Fedora 18

Seit etwa einer Woche habe ich auf meinem Haupt-Laptop Fedora 18 laufen. Diese Rezension beschränkt sich auf gewisse, mit dem neuen Fedora verbundene Schlagworte:

Anaconda (der neue Installer)

Oh weh. Ich bin ja immer noch Fan des Debian-Installers. Der von Ubuntu ist in Ordnung, aber auch mit dem alten von Fedora kam ich immer sehr gut klar. Anaconda ist in meinen Augen eine Katastrophe. Total uneinheitliche Buttonplatzierung (mal gehts oben rechts weiter, mal unten links, mal oben links), ein schrecklich schlechter Partitionsmanager, der scheinbar darauf ausgelegt sein soll, Anfängern den Start zu erleichtern, aber sogar Experten verwirrt und insgesamt optisch einfach mäßig.

Ubuntu hat vorgemacht, dass Installation nicht langweilig sein muss. Erste Minuspunkte fürs neue Fedora.

Gnome 3.6

Richtig, richtig, richtig cool. Der neue Nautilus schaut phantastisch aus. Die kleinen Verbesserungen wie den neuen Tray unten rechts finde ich sinnvoll und konsequent, der neue Anmeldebildschirm sieht stylisch aus. Nur an drei Dingen muss ich meckern:

1) Warum zur Hölle verschwunden die Close-Buttons, wenn das Fenster maximiert ist? Es kann doch nicht ernsthaft gewollt sein, dass ich immer erst de-maximieren muss um das Fenster zu schließen. Das ist pfui!

2) Warum zur Hölle nimmt man das coole Design des Anmeldemanagers nicht wenigstens als Theme in Gnome auf. Ich meine, Gnome 3.6 sieht sehr cool aus. Der Anmeldebildschirm aber noch cooler. Das ist inkonsequent!

3) Warum zur Hölle ist der neue Lockscreen ein “Nach-Oben-Schieb-Screen”. Heißt ihr Microsoft oder was? Ich mag Windows 8 auf Tablets sehr, aber Gnome ist ganz sicher nicht für Tablets gedacht. Erst meckern die ganzen Experten über das doofe Windows 8 und wollen zu Linux wechseln, und dann kommen tolle Experten daher und übertragen die dümmsten Elemente von Windows 8 in die Linux-Welt? Die spinnen, diese Entwickler!

Die Beta-CD

Mist. Einfach Mist. Ich zieh mir ne CD, installiere davon, und hab ne Umgebung, in der Pakete aus updates-testing vorhanden sind, obwohl updates-testing deaktiviert ist. Was nehmt ihr denn? Es ist ein Krampf, die Pakete mit

neu aus dem richtigen fedora-repo zu installieren. Damit hab ich einige Stunden (und 100 GB Traffic) meines Lebens umsonst vergeudet. Gut, das lag auch dran dass irgend ein Experte im offiziellen Fedora-Frage-Forum gemeint hat, der Befehl hieße yum reposync, was mich zu der dummen Annahme verleitet hat, er meint nur reposync (und glaubt mir, mehrmals alle Pakete als RPMs laden ist nicht spaßig).

Also: Hier hätte man etwas mehr Hirnschmalz investieren können bzw. einfach mal neue CD-Images.

Fazit

Fedora ist einfach cool. Es ist im Umgang besser als Windows (zumindest für mich), der neue Nautilus ist klasse, das System fährt richtig schnell hoch, es wacht schnell auf, es hat nie Probleme mit WLAN. Dazu ist yum ein phantastischer Paketmanager (kein Vergleich zum mMn vollkommen überbewerteten pacman).

Also: Installiert es euch!

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