[Political] Divergences of 42 : Today “Politik? Kann man das essen?”

I hate politics © by jvumn

Ich will hier den ersten Teil meiner Aufklärung über Politik starten. Dabei beziehe ich mich nicht auf aktuelle Politik, vergangene Politik, sondern Politik allgemein. Denn was ist Politik eigentlich?

Politik? Des Teufels rechter Arm? Das Leibgericht von Adel und Königen?

Der Hauptinhalt dieses ersten Posts in dieser Reihe soll euch darüber aufklären was Politik eigentlich ist, wo unser heutiges Polit-Verständniss herkommt und auf wen das alles zurückgeht. Wir bewegen uns also in der Politischen Theorie. Also was ist Politik? Politik ist viel, was aber im Grunde jede Art der Politik gemeinsam hat, ist über welchen Weg auch immer, das Ziel des Friedens.
“Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln” Carl v. Clausewitz

Was genau Frieden ist, divergiert auch wieder im Empfinden vieler, oft ist auch der Weg dorthin von außen betrachtet seltsam, so schliesst Politik im generellen auch Krieg nicht als ein legitimes Mittel aus, Frieden zu erreichen.
Aller Anfang ist… einfach?

Klassisch beginne ich am Anfang und was steht am Anfang? Nehmen wir den Baum, denn der ist mit seinem Aufbau ein sehr brauchbares Beispiel. Wir werden uns also nach und nach dem Baum entlang arbeiten, bis  Der Anfang eines Baumes? Einfach, das sind die Wurzeln. Damit sind wir auch schon bei unserem ersten Thema.

Die Wurzeln der modernen Politik

Wie eben erwähnt ist das oberste Ziel der Politik, das Schaffen von Frieden. Für wen dieser Frieden gilt, was genau Frieden ist und wie er erreicht werden soll, lässt sich schwer genau einteilen. Im generellen geht man davon aus, dass es 3 reine Arten des Friedens gibt. Diese 3 Arten bilden die Wurzeln der Politik. Allerdings ist anzumerken das alle 3 Wurzeln, besonders aber die ersten beiden in jeder modernen Form von Staat, Politik und Politiker vorhanden sind. Um zukünftige Verwechslungen direkt auszuschliesen stelle ich hier schon ganz klar fest: Eine Wurzel der Politik ist keine Politische Theorie. Politische Theorien bauen möglicherweiße auf einer der Wurzeln auf, doch ist die Wurzel an sich keine. Nun aber wirklich zu den verschiedenen Wurzeln:

  1.  Die Aristotelische Wurzel:      Wie der Name bereits sagt, geht diese Wurzel auf den Philosophen Aristoteles zurück(Ja, der kommt aus einer Zeit als Griechenland für mehr bekannt war als Geldprobleme)Diese Wurzel wird auch “anthropologische” genannt. Aristoteles beschreibt Politik als die Lehre vom Staat, seiner Funktionsweise und auch der Verfassung. Seine Theorie erklärt die wichtigkeit von Gemeinsamkeit, die gemeinsamen Vorhaben als geordnete Gesellschaft, bzw als Staat, so stellt er auch Theorien zu Institutionen, Gesetze und Verfassung des Staates auf. Aristoteles Ziel ist es, den Streit durch moderation, also konkrete Regelung des Streites(damit des Problemes, das Frieden verhindert) zu verhindern. Dieser Friede wird auch Verfassungsfrieden genannt.
  2.  Die Machiavellistische Wurzel:    Diese Wurzel geht auf Niccolo Machiavelli zurück, einem venezianischen Fürsten. Die auch als “dämonologische” Wurzel bezeichnete Lehre, ist die Lehre  von dem Verlangem, dem Erhalten und dem Verteidigen von Macht. Es beschreibt das Verhalten um Herrschaft und damit Macht zu erlangen und die Kunst diese dann durch verschiedene Möglichkeiten zu erhalten. Legitim ist alles, was dazu führt, dass die Machtbasis gleich bleibt, oder größer wird. Es geht dabei von diplomatischen über kriegerische bis hin zu verschiedenen listigen und graußamen Repressionen. Das ganze fokussiert sich also auf den Herrscher, seine Macht und Verfahrensweißen bzw Unternehmungen um diese zu erhalten oder zu vergößern. Frieden wird hier versucht durch Unterdrückung des Streites zu erreichen. Der Friede heist deshalb imperialer(auch hegemonialer) Friede.
  3.  Die augustinische/leninistische Wurzel:      Die letzte Wurzel,auch eschatologische genannt,  geht auf Augustin, einen Kirchenvater zurück, da dieser allerdings nur einen fundamentalen, also einen geistlichen Weg beschreibt, wird Lenin als säkulärer Begründer gesehen. Beide lehren allerdings die Erwartung des großen Umsturzes. Dabei wird die Gesellschaft stark dualistisch interpretiert(Hell/Dunkel bzw Arm/Reich) und der Konflikt als Produkt dieser Dualität gesehen. Folglich ist durch ein Überkommen dieser Einteliung, also einer revolutionären Änderung der Pol. Verhältnisse, der Friede zu erreichen. Man spricht davon, den Streit zu überkommen, also eine Erlösung von dem Konflikt. Dementsprechend wird dieser Friede als “absoluter Friede” bezeichnet.

Drei alte Opas und nu?
Hier wird es deutlich, betrachtet man heutige Poltik, so erkennt man die beiden ersten Wurzeln, das Konzept von Staat und Macht ist ein einfaches wenn man aufmerksam ist. Ein gutes aktuelles Beispiel für das Zusammenspiel der beiden ist das Treffen von Obama und Medwedew, dort fordert Obama Zeit, da er wegen der Wahl nur eingeschränkt Entscheiden kann.
(Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-03/medwedew-obama-mikrofonpanne )
Der machiavellische Ursprung der Aussage unterstreicht nebenher auch die absolute Idiotie die ein represäntatives System mit sich bringt, allerdings ist das auch wieder eine andere Diskussion.

Weiter geht es nun also mit der dritten Wurzel. Hier ist eine Relevanz, oder eine direkte Relation zugegeben sehr schwer auszumachen. In der westlichen Welt aktuell praktisch unmöglich. Diese Wurzel allerdings ist auch nicht auf funktionierende Systeme anzuwenden, dort herrscht zumindest eine Art von Frieden. So etwas lässt sich vor allem in kollabierenden Systemen beweisen, wo es aktuell ein wirklich interessantes Beispiel gibt: Syrien. Das Volk(Hell/Arm/Ausgebeutet) lehnt sich gegen das Regime(Dunkel/Reich/Ausbeuter) auf, und hofft das es bessere Verhältnisse schaffen kann in dem es das System umwirft. Der Machthabende versucht nun, mit allen möglichen Mitteln, inklusive schweres Militär, sein Volk und damit seine Machtbasis, zurückzugewinnen und diese zu stabilisieren. So haben wir hier ein sehr schönes Beispiel für sowohl den imperialen, als auch den absoluten Frieden.

Das sollte vorerst reichen. Das nächste mal gehe ich auf Politische Theorien und Theoretiker ein, oder mache eine extra Ausgabe zu Machiavelli.

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