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A Nerd’s Supper: August 2013

Ich war drei Tage nicht zu Hause und internetlos unterwegs. Heute Mittag hab ich mir also ein paar Stunden Zeit genommen und die rund 300 neuen Artikel in meinem Feedreader gelesen. Darunter gab es eine ganze Menge teilenswerter Links, die ich im Firefox offen gelassen habe um sie danach zu bookmarken oder Arminius zu schicken. Am Ende waren es so viele, dass ich entschieden habe, sie einfach hier rein zu stellen. Habt Spaß.

Malte Welding: Ein Vater

Ich bin ja bekanntermaßen ein bekennender Malte-Welding-Groupie. Ich könnte jedes Mal Tränen lachen wenn er über die banalsten Dinge überhaupt schreibt. Und wenn er dann über Streit vor seinem Schlafzimmerfenster schreibt, dann mach ich das auch unter Garantie.

deutschlandradio Kultur: Interview mit Albrecht Müller

Ich finde, jeder sollte wählen gehen. Nichtwählen ist keine Alternative für mich. Trotzdem weiß ich nicht, was ich wählen soll. Die letzten Wochen wurde mir sogar Gregor Gysi sympathisch. Und ich weiß nicht, ob dich das gut finden soll.

Jüdische Allgemeine: Netanjahu als Friedensvergifter

Man vergleiche (und beachte dabei nicht die Worte).

brandeins: Bloggen weil man muss

In der gedruckten Ausgabe war das (wahrscheinlich) länger, aber auch hier gibt es einen schönen Überblick über einige Blogger, von denen ich einen selbst in den Feeds hab und 3 weitere kannte. Interessant zu lesen.

caschy: Kim Dotcom’s sicherer E-Mail-Dienst kommt 2014

Keine Ahnung warum jeder drüber schreibt, wenn der wieder aus dem Loch gekrochen kommt. Als ob irgendjemand gerade dem Kerl seine privaten Daten anvertrauen würde. Wenn die Amis ihn am Arsch haben (und das ist nicht unmöglich) verkauft er bei drei alles was er hat. Inklusive aller Mail-Daten. Unfassbar, dass so viele unreflektiert in die Welt pusten. Dann doch lieber hier investieren.

deutschlandradio: Interview mit Gregor Gysi

Schon ein bisschen älter. Money-Quote:

Interviewer: Also, sind Sie überhaupt regierungsfähig?

Gysi: Na klar sind wir regierungsfähig. So viel gehört ja nicht dazu. Schauen Sie sich mal die Bundesministerinnen und Bundesminister an. Also, deren – sagen wir mal – Fähigkeiten sind ja auch begrenzt. Glauben Sie im Ernst, das könnten wir nicht? Na, das könnten wir schon lange.

Wahrscheinlich hat er recht.

Gregor Gysi: Die Linke stört. Na und?

Mich stört die Linke auch. Vor allem unterbelichtete Mitglieder und Abgeordnete dieser Partei. Es gibt aber auch Vernünftige. Der da war einer, ist aber jetzt parteilos. Aber es stimmt schon, wenn es die Linke nicht gäbe, wäre die SPD die linkeste Partei. Das heißt sie hätten nur Druck von rechts und aus der Öko-Schiene der Grünen. Ein Desaster wäre das.

FAZ: Gespräch mit dem Soziologen Dirk Baecker Der Name von Big Brother lautet Sherlock Holmes

Der Mann sagt da ziemlich interessante Dinge zu auf den ersten Blick ziemlich disjunkten Gebieten. Nummer eins, zu Überwachung durch Computer:

Das besorgniserregende Phänomen besteht nicht darin, dass die Probleme der Unsicherheit und des Zeitaufwands plötzlich gelöst scheinen. Sie existieren nach wie vor. Aber die Netzwerkanalyse hat Verfahren der Filterung und Codierung entwickelt, die anhand einer minimalen Menge von Parametern eine maximale Menge von Information mit einer offenbar hinreichenden Wahrscheinlichkeit sicherer Informationen – und wer kennt und nennt die Menge an Irrtümern und falschem Alarm? – durchsuchen können.

“Offenbar hinreichend” schreit so sehr zum Himmel, dass ich fast Tränen in die Augen bekomme. Wer so naiv ist, zu glauben, dass es eine hinreichend große Wahrscheinlichkeit gibt, dass Computer in der Lage sind, menschliches Handeln vorherzusagen und daraus Konsequenzen (wie präventive Verhaftungen) zu ziehen, der ist so verstrahlt, dass ihm auch kein Aluhut der anderen Fraktion mehr hilft. Niemand kann menschliches Handeln hinreichend genau vorhersagen um rechtliche Mittel im Vorhinein einer Tat zu rechtfertigen. Niemand. Vor allem nicht Computer.

Nummer zwei, zur Idee eines einheitlichen Weltbilds:

Es gibt die eine Welt nicht, die es erlauben würde, alle Fragen aus nur einem Gesichtspunkt heraus zu beurteilen, sondern es gibt nur die vielen Welten, in denen sich die jeweiligen Akteure mit ihren gottlob beschränkten Blickwinkeln bewegen. Andernfalls wären sie nicht handlungsfähig. Eine Intelligenzgesellschaft, übrigens ein schreckliches Wort, wäre eine Gesellschaft, in der möglichst viele Akteure, nicht nur Philosophen, gelernt haben, diesen Umstand einer Mehrheit von Welten in Rechnung zu stellen. Wir wüssten dann, dass wir in einer Welt leben, die als solche, im Singular, nicht zu fassen ist. Sie bietet für letzte Fragen keine Entscheidungsinstanz. Und wir wüssten, dass auch die Computer keine Deutungshoheit besitzen.

Ich bin schon länger der Meinung, dass Weltbilder nicht durch verschiedene Interpretation von Fakten entstehen, sondern durch verschiedene Fakten. Vielleicht schreib ich mal was längeres dazu.

Nummer drei, zur Zukunft:

Neue politische Visionen brauchen wir nicht. Gute Schulen tun es auch.

Leider gibt es die kaum.

Jan Böhmermann: Die schwierigen Stellen Mindestlohn und Elektroautos: Wählwerbung ohne Politik

Niggemeier veröffentlicht einen Beitrag von Böhmermann. Ab da kann es nur gut werden. Jener Böhmermann sollte Jugendliche dazu bringen, wählen zu gehen. Dann hat er einen Fehler gemacht: Er hat gesagt, wie er sich die Zukunft nicht vorstellen möchte. Der Beitrag wurde daraufhin abgelehnt. In der Politik geht es nicht um die Zukunft, sondern um bla. Interessant auch die Kommentare von Lesern aller politischen Spektren. Vor allem die dämlichen Kommentare les ich immer gern.

Claudius Seidl: Politik in Pausenstimmung Die Zukunftsverweigerung

Möchte man die deutsche politische Landschaft in Ölfarben festhalten, man müsste sich sorgen, dass es nicht genügend Grautöne gibt. Claudius Seidl sagt in seinem Artikel nichts neues, aber ich finde, das hier stellt den Kern pointiert heraus:

Es ist ein Totalitarismus der gegebenen Verhältnisse, es ist das Gefängnis einer Gegenwart, die das Vergangene genauso wie das Künftige ausgesperrt hat aus dem Diskurs, es ist, als ob sich hier schon der Mentalitätswandel der alternden Gesellschaft zeigte: Die Zukunft können sich unsere Parteien nur als Fortschreibung der Gegenwart vorstellen, mit einem stabilen Euro, niedrigeren Mieten oder Steuern, saubererem Strom.

Im Mittelteil ist der Artikel (mMn) ein bisschen überlang und ich bin mir nicht sicher, ob ich mir wirklich Strauß lebendig wünschen will, aber ansonsten bin ich damit auf einer Linie.

Männig – Gefahren des Parlamentarismus

Männig (den ich vorher nicht kannte) zitiert hier einen französischen Soziologen über Parlamentarismus. 120 Jahre alt ist der Text. Quintessenz: Parlamentarier machen Gesetzte, Gesetzte schränken Menschen ein, nach einer gewissen Zeit führt diese Einschränkung zu Unfreiheit und der Parlamentarismus ist erst einmal kaputt. Halte ich für keine gewagte These, aber dass das vor 120 Jahren schon klar war irritiert mich. Ich finde auch den Gedanken, einfach einen Kreislauf der Parlamentarismusse daraus zu machen nicht toll. Irgendwie hätte ich gerne eine ulitmative Idee, die das alles hinter sich lässt. So lange bin ich unzufrieden. Leider sind nicht genügend Leute mit mir unzufrieden.

In diesem Posts sollten eigentlich eine Menge “via”s stehen. Vieles hab ich von ix , einiges von fefe , beim Rest hab ich vergessen wo der Tab her kam. Das nächste Mal pass ich besser auf.

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A Nerd’s Snack: Publizist über Medien

Über felix von wirres.net bin ich auf dieses Interview mit Constantin Seibt in der taz gestoßen. Money Quotes:

Das heißt, dass fehlerfreier, mittelguter Journalismus nicht mehr genügt. Das Publikum muss aktiv begeistert werden. Es muss bei einer Zeitung das Gefühl haben: Wow, das ist mein Ding.

Das Leben besteht ja auch aus Zeitverschwendung. Und nicht darin, Instrument der Aufklärung zu sein. Gedanken macht man sich dann aus Langweile. Erkenntnis ist auch nur eine Form des Entertainments.

Etwas wirklich Einleuchtendes braucht das Präfix „Qualität“ nicht. Es gibt keinen Qualitätssex oder Qualitäts-Rolls-Royce. Der einzige Ort, wo man sonst von Qualität spricht, sind Billigläden.

Das klingt alles extrem durchdacht und intelligent. Die Frage, die ich mir stelle, ist, ob die fehlende Einsicht in diese Tatsachen oder die Tatsachen selbst das Problem sind, an dem unsere (Medien-)Gesellschaft krankt.

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A Nerd’s Snack: Iran strebt nach Atomaffen

Marschfluggorillas, Orang-U-Boote, Kurzstreckenschimpansen, Bonobomber und Mantelgeschosspaviane. Wir werden alle sterben… vor lachen!

Iran schießt Primaten ins All: Strebt Ahmadinedschad nach Massenvernichtungsaffen?

 

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Ein Hoch auf Experten

Download Freitag und Samstag wurde über die Webseite der PC-Welt Malware verbreitet.  Die Experten der Zeitschrift wurden darauf aufmerksam, weil Google Chrome Zugriffe auf die Seite geblockt hat, nachdem Google Malware dort gefunden hat. Wer so dämlich war, allein auf die Seite zu gehen, sollte mal flott das System neu aufsetzen, weil dummerweise nur 7 von 45 getesteten AV-Scanner die Malware auch richtig erkannten. Die Webseite ist jetzt aber wieder sauber und ganz sicher sicher. Nur die Lücke, über die der Code eingeschleust wurde, wurde noch nicht gefunden.

Ich fasse also mal kurz zusammen:

  • Die PC-Welt hält sich für ein Fachmagazin
  • pcwelt.de schleudert zwei Tage Malware
  • Google bemerkt es beim routinemäßigen Scannen, nicht die Administratoren selbst oder – total abwegig – eventuelle Sicherheitssysteme auf ihren Servern
  • Die Lücke ist bis jetzt noch nicht gefunden. Aber Achtung: Die Seite ist sicher. Was auch sonst? Käme doch keiner au die Idee, mit der selben Lücke Mist zu machen, wenn er es schonmal gemacht hat. Niemals!
  • Nur 7 von 45 AV-Scannern erkennen das Kit, das sogar offiziell auf Webseiten beworben wird und erwerbbar ist.

Findet jemand einen riesigen Fail? Ich seh den gerade vor lauter pcwelt Redakteuren nicht…

Nachtrag: Oh, übrigens: Ich hab mich nicht getraut, auf die Seite zu gehen. Aber es gibt ja solch tolle Tools wie  http://www.thumbalizr.com/  Wie oben auf dem Screenshot schön zu sehen, gibt es nur heute einen Virenscanner für PC-Welt Leser gratis. Wie anständig!

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A Nerd’s Snack: Tatort, Feminismus, Stern

Nils Minkmar, Don Alphonso und Claudius Seidl haben heute, wahrscheinlich unabhängig voneinander, sehr, sehr gute Artikel geschrieben. Ich würde es mehr als Zufall betrachten, dass alle diese drei Artikel in der FAZ erschienen sind:

„Tatort: Melinda“ im Ersten – Ein saarländischer Irrweg

Wie recht Nils Minkmar hat. Man muss saarländische Kultur ja nicht mögen, aber so zu tun, als ob sie nicht existiere, ist auch irgendwie blöd. Nebenbei ist der Artikel extrem witzig sogar, dann, wenn man den Tatort nach 30 Minuten ausgeschaltet hat, weil er so große Schmerzen verursachte, oder vielleicht sogar gar nicht geschaut hat.

Frau Guttenbergs Nichten: Wie man den Feminismus und den Netzdiskurs ruiniert

Ich neige ja sonst oft dazu, nicht auf Don Alphonsos Seite zu sein. In dem Fall bin ichs aber wirklich. Vielleicht hätten Jauchs Gäste gestern erst mal Don Alphonso gefragt, bevor sie konsequent so großen Unsinn in die Kameras geblubbert hätten.

Sexismus-Debatte – Prüder in Waffen

Sehr gute Analyse des Stern Artikels, die deutlich macht, wie handwerklich schlecht, absolut reißerisch und in seiner Gesamtheit ziemlich abartige Artikel über den Herrenwitz so ist.

“Muslimische Gesellschaften sind kollektiv gescheitert”

Sehr lesenswert, da hat der fefe Recht. Das nächste ist auch von ihm :

Ein Mordfall und Mobilfunkdaten – Eine Nummer zu viel

Schließlich und endlich der Beweis, dass die FAZ auch an guten Tagen Mist publiziert. Großen Mist.

 Nachtrag: Reiner Brüderle looking at Girls

Ich hoffe der fefe ist nicht sauer, dass ich hier Contentrecycler für ihn spiele. Aber das ist zu lustig um es nicht selbst zu posten.

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Würgereiz am Samstag

Die 100 reichsten Menschen der Welt haben letztes Jahr zusammen 240 Milliarden Dollar (240 000 000 000 $) verdient . Würde jeder von ihnen 25% seines Einkommens abgeben, also 2 400 000 000 $, wäre das vollkommen ausreichend, um die 20% der Weltbevölkerung, das sind 1 420 000 000 Menschen, die in extremer Armut leben (also unter 1.50 $ pro Tag verdienen), aus dieser extremen Armut zu verhelfen.

Anders gesagt: Wir reden hier von Steuererhöhungen zwischen 12.5 und 25% (je nachdem ob der angegeben Wert vor oder nach Steuern ist, die ich pauschal mal mit 50% veranschlage), die der schlimmsten Armut auf der Welt ein finanzielles Ende bereiten würden.

Ich muss brechen.

(via fefe) Continue reading

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“Da wird der Führer verunglimpft”

Arminius und ich sind gerade auf dieses Videos gestoßen. Nach dem bekannten Spiel “KimDotCom-Videos ohne zu lachen gucken” haben wir das zufällig gefunden. Absolut göttlich.  

Arminius legt Wert auf die Feststellung, zwar mal in Tschechien gewesen zu sein, aber nie als Frau verkleidet. Darüber hinaus ist sein bayrischer Akzent absolut unglaubwürdig.

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Aufpassen beim Lästern: Was an der Augstein Geschichte einfach falsch ist

IMG_5888.jpg © by xtranews.de

Jakob Augstein ist auf der Liste der Top-10-Antisemiten 2012 des Simon-Wiesenthal-Zentrums in den USA. Jakob Augstein! Top-Ten-Antisemiten-2012! Simon-Wiesenthal-Zentrum! USA! Haha!

Ungefähr so sieht die Presselandschaft im Moment aus. Und auch wenn ich wirklich über Harald Martensteins Kommentar im tagesspiegel lachen musste, muss ich sagen:

Asche über mein Haupt, ich hab geglaubt, was alle geschrieben haben, ohne es zu überprüfen. Und bin natürlich prompt reingefallen. Auch wenn Broder Augstein sicher äußerst gern  auf der Liste der Top-10-Antisemiten hätte, eine solche Liste existiert nicht und existierte auch nie, jedenfalls -nicht vom Simon-Wiesenthal-Zentrum. Das hat lediglich eine Liste der Top-10-Antisemitischen-Verunglimpfungen herausgebracht. Das ändert zwar nicht alles, aber eine ganze Menge, und es zeigt mal wieder sehr schön, wie sehr man Medien glauben sollte. Nämlich gar nicht.

Wer mehr dazu wissen will: Ich habs aus dem bildblog . Übrigens großartige Überschrift dort.

Oh, und noch was: Hat das SWC eigentlich die Bildrechte an den ganzen Bildern, die sie da abdrucken? Oder sind die geklaut?

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App-Empfehlung: Snap-Camera

Ich nutze seit einigen Tagen eine Bezahl-App als Kamera. Die App wurde von einem neuseeländischen Entwickler gemacht, der im xda-Forum den Namen dzo trägt.

Der Mann ist unter anderem dafür verantwortlich, dass auf meinem Handy Android 4.0 läuft, und das ohne dass der Hersteller jemals auch nur im entferntesten an etwas über 2.2 gedacht hat. Die Empfehlung ist also auch als ein kleines Dankeschön zu verstehen.

Snap ist der Name der Kamera. Sie kann nicht viel mehr als die Android 4.2 Kamera, aber ist bis 2.3 herunter verfügbar. Das ganze Handling ist aber 1000 Mal intuitiver, cooler und flüssiger als bei der Standard-Kamera, und 1,50€ ist wirklich nicht viel Geld.

Fans von coolen Apps oder coolen Developern können also guten Gewissens zuschlagen. Wen Kameras nicht interessieren, der ignoriert diesen Post einfach.
Die App gibts

HIER

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“Diese Datei existiert nicht und kann daher nicht gelöscht werden” – Die Lösung

Oh Dear © by nedrichards

Was mir gestern passierte (für Faulenzer: ganz unten steht die Lösung): Ich hatte wunderbar meinen Google Drive auf mein Windows 8 Convertible gesynct und alles lief fluffig und rund. Blöd: Ich musste das System neu aufsetzen, weil es Treiberprobleme gab. Also die (echt coole) Rücksetzfunktion von Windows 8 genutzt, bei der persönliche Daten erhalten bleiben. So auch der Google Drive Ordner. Problem: Der Drive Client musste neu installiert werden. Nun will das gute Ding aber nicht einfach so wieder neu den Dienst aufnehmen, sondern erst, dass man den gesamten Ordner neu fpr es räumt, damit neu synchronisiert werden kann. Gesagt getan… Denkste!

Google Drive erlaubt nämlich Doppelpunkte in Pfadangaben. Windows nicht. Keine Ahnung was die Jungs von Google sich da für tolle Tricks überlegt haben, die Idee, Doppelpunkte als Unterstriche zu übertragen ging jedenfalls schief. Denn: Der Ordner mit Unterstrich ließ sich schlicht und einfach nicht löschen.

Meldung: “Diese Datei existiert nicht und kann daher nicht gelöscht werden.” Mhh. Mal in der Konsole versuchen: “Dieser Ordner wurde nicht gefunden. Dieser Ordner wurde nicht gefunden.” Und nein, ich hab mich nicht vertippt. Die Tab-Completion und der Explorer finden den Ordner, die delete-Funktion scheinbar nicht.

Grübeln. Eigentlich sollte ja alles cool sein, wenn der Ordner nicht existiert, denn dann würde der Drive Client ja nicht installieren. Nur irgendwie scheinen die Ebenen der Existenz zwischen finden und löschen verschieden zu sein. Ich vermute, das liegt daran, dass der Drive Client (der aus solchen Ordner auch keine Dateien hoch, wohl aber runterladen kann) da einfach irgendwelche Dummheiten macht.

tldr;

Die Lösung des Problems, die, so hört man, auch für andere “Diese Datei existiert nicht”-Probleme existiert:

Das Tool mit dem coolen Namen DelinvFile. Oder lang: Delete Invalid File. Das Tool tut nichts anderes, als eine (reichlich veraltete) Explorer Struktur darstellen und darin alle invalid files rot markieren. Ein Klick auf den nicht existenten Ordner, einmal auf remove und… weg war er!

Wo gibts DelinvFile? Hier ! Was kostet es? Nix. Auch wenn auf der Seite anderes behauptet wird. Wer eine Möglichkeit findet kann ja mal ein paar Euros da lassen, aber ich hab keinen Link gefunden. Falls jemand bessere Augen hat als ich: Kommentar da lassen.

 

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