Author Archives: Ypsilon

Ein Hoch auf Experten

Download Freitag und Samstag wurde über die Webseite der PC-Welt Malware verbreitet.  Die Experten der Zeitschrift wurden darauf aufmerksam, weil Google Chrome Zugriffe auf die Seite geblockt hat, nachdem Google Malware dort gefunden hat. Wer so dämlich war, allein auf die Seite zu gehen, sollte mal flott das System neu aufsetzen, weil dummerweise nur 7 von 45 getesteten AV-Scanner die Malware auch richtig erkannten. Die Webseite ist jetzt aber wieder sauber und ganz sicher sicher. Nur die Lücke, über die der Code eingeschleust wurde, wurde noch nicht gefunden.

Ich fasse also mal kurz zusammen:

  • Die PC-Welt hält sich für ein Fachmagazin
  • pcwelt.de schleudert zwei Tage Malware
  • Google bemerkt es beim routinemäßigen Scannen, nicht die Administratoren selbst oder – total abwegig – eventuelle Sicherheitssysteme auf ihren Servern
  • Die Lücke ist bis jetzt noch nicht gefunden. Aber Achtung: Die Seite ist sicher. Was auch sonst? Käme doch keiner au die Idee, mit der selben Lücke Mist zu machen, wenn er es schonmal gemacht hat. Niemals!
  • Nur 7 von 45 AV-Scannern erkennen das Kit, das sogar offiziell auf Webseiten beworben wird und erwerbbar ist.

Findet jemand einen riesigen Fail? Ich seh den gerade vor lauter pcwelt Redakteuren nicht…

Nachtrag: Oh, übrigens: Ich hab mich nicht getraut, auf die Seite zu gehen. Aber es gibt ja solch tolle Tools wie  http://www.thumbalizr.com/  Wie oben auf dem Screenshot schön zu sehen, gibt es nur heute einen Virenscanner für PC-Welt Leser gratis. Wie anständig!

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A Nerd’s Snack: Tatort, Feminismus, Stern

Nils Minkmar, Don Alphonso und Claudius Seidl haben heute, wahrscheinlich unabhängig voneinander, sehr, sehr gute Artikel geschrieben. Ich würde es mehr als Zufall betrachten, dass alle diese drei Artikel in der FAZ erschienen sind:

„Tatort: Melinda“ im Ersten – Ein saarländischer Irrweg

Wie recht Nils Minkmar hat. Man muss saarländische Kultur ja nicht mögen, aber so zu tun, als ob sie nicht existiere, ist auch irgendwie blöd. Nebenbei ist der Artikel extrem witzig sogar, dann, wenn man den Tatort nach 30 Minuten ausgeschaltet hat, weil er so große Schmerzen verursachte, oder vielleicht sogar gar nicht geschaut hat.

Frau Guttenbergs Nichten: Wie man den Feminismus und den Netzdiskurs ruiniert

Ich neige ja sonst oft dazu, nicht auf Don Alphonsos Seite zu sein. In dem Fall bin ichs aber wirklich. Vielleicht hätten Jauchs Gäste gestern erst mal Don Alphonso gefragt, bevor sie konsequent so großen Unsinn in die Kameras geblubbert hätten.

Sexismus-Debatte – Prüder in Waffen

Sehr gute Analyse des Stern Artikels, die deutlich macht, wie handwerklich schlecht, absolut reißerisch und in seiner Gesamtheit ziemlich abartige Artikel über den Herrenwitz so ist.

“Muslimische Gesellschaften sind kollektiv gescheitert”

Sehr lesenswert, da hat der fefe Recht. Das nächste ist auch von ihm :

Ein Mordfall und Mobilfunkdaten – Eine Nummer zu viel

Schließlich und endlich der Beweis, dass die FAZ auch an guten Tagen Mist publiziert. Großen Mist.

 Nachtrag: Reiner Brüderle looking at Girls

Ich hoffe der fefe ist nicht sauer, dass ich hier Contentrecycler für ihn spiele. Aber das ist zu lustig um es nicht selbst zu posten.

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A Nerd’s Meal: Januar 2013

Nerd’s Meal: Zarte Texte vom Blog und feine Zeitungsinnereien garniert mit einer Prise Humor in Videos und einem guten Stück warmer Empfehlung. Das Ganze auf einer Kombination aus Ernsthaftigkeit, Satire und Meinung, gespickt mit persönlicher Sympathie. Serviert wahlweise mit und ohne Kommentar.

Sonder-Preis für Leser: 0,°° €

Lieferdatum: Pünktlich, jeden Sonntag, 12 Uhr.

Wie der Staat unbequeme Steuerfahnder kaltstellt – Matthias Thieme – capital.de

Wow. Ich wusste ja dass es schlimm ist in diesem Land. Aber wenn ich das hier lese, muss ich zugeben: Ich hatte keine Ahnung.

Studienfach-Wahl:  Was wir nicht mehr studieren würden – faz.net

Hihi. Kann es sein, dass da kein einziger naturwissenschaftlicher Studiengang steht? Egal, ich will nicht das Klischee bedienen, sondern mal anmerken, dass man die Kritik auch umsetzen könnte und was ändern an den Unis. Oh wartet, das kostet Geld.

Warum ich blogge – Jörg Lau – zeit.de

Mal wieder einer. Recht hat er. Und ein interessantes Leben sowieso. Vielleicht sollte er mal bei der faz Bescheid sagen, dass sie eine “Wie ich es wieder machen würde”-Reihe starten sollen.

Kontext. Wie Wörter zu ihrer Bedeutung kommen – antjeschrupp.com

Die Frau ist Feministen und sagt das, was ich gesagt hätte, hätte sie es nicht gesagt. Arminius sagt übrigens was anderes.

PushBullet pusht Listen, Texte & Co auf das Smartphone – caschy – stadt-bremerhaven.de

caschy braucht sowas nicht, aber bloggt netterweise drüber. Ich brauche sowas, aber muss nicht drüber bloggen, weil er das ja schon getan hat. Ich nutz PushBullet etwa 1 oder 2 mal täglich, und dann freu ich mich jedes Mal, dass ich mir nicht umständlich selbst eine Mail schreiben muss oder ne GDrive-Notiz anlegen, nur um schnell ein paar getippte Zeilen als SMS verschicken zu können. Coole App!

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HowTo: Ein Google-Drive Client für Linux – grive unter Fedora

Gibt’s nicht? Stimmt. Offiziell gibt’s den nicht, was ich für eine ziemliche Sauerei halte. Aber es gibt grive , ein Tool, das lokale Ordner und den Drive synchron hält. Das einzige, was es nicht kann, ist sich regelmäßig ausführen, aber das bekommen wir schon hin.

Dieser Artikel behandelt die Kompilierung und Installation von grive unter Fedora und hat mich nur etwa 30 Stunden und 50 Liter Wutschweiß gekostet. Wenn man mal weiß, wie es geht, ist es gar nicht so schwer. Wenn man die exakten, für Fedora vorgesehenen Schritte vor sich hat kann es sogar jeder. Also, auf geht’s: Continue reading

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Würgereiz am Samstag

Die 100 reichsten Menschen der Welt haben letztes Jahr zusammen 240 Milliarden Dollar (240 000 000 000 $) verdient . Würde jeder von ihnen 25% seines Einkommens abgeben, also 2 400 000 000 $, wäre das vollkommen ausreichend, um die 20% der Weltbevölkerung, das sind 1 420 000 000 Menschen, die in extremer Armut leben (also unter 1.50 $ pro Tag verdienen), aus dieser extremen Armut zu verhelfen.

Anders gesagt: Wir reden hier von Steuererhöhungen zwischen 12.5 und 25% (je nachdem ob der angegeben Wert vor oder nach Steuern ist, die ich pauschal mal mit 50% veranschlage), die der schlimmsten Armut auf der Welt ein finanzielles Ende bereiten würden.

Ich muss brechen.

(via fefe) Continue reading

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Scientific-Divergences of 42: Eine überall stetige, aber nirgendwo differenzierbare Funktion

Sowas gibt es, sagt jedes Lehrbuch, deshalb sollte man sehr vorsichtig sein mit allem was man tut. Nur, wenn man dann wissen will, wie zur Hölle eine solche Funktion aussehen soll, scheitert man. Man könnte also meinen, die Warnung sei rein scherzhafter Natur oder so theoretisch, dass sie wirklich niemals Anwendung finden kann. Man läge jedoch, so intuitiv die Annahme auch sein mag, weit daneben. Continue reading

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“Da wird der Führer verunglimpft”

Arminius und ich sind gerade auf dieses Videos gestoßen. Nach dem bekannten Spiel “KimDotCom-Videos ohne zu lachen gucken” haben wir das zufällig gefunden. Absolut göttlich.  

Arminius legt Wert auf die Feststellung, zwar mal in Tschechien gewesen zu sein, aber nie als Frau verkleidet. Darüber hinaus ist sein bayrischer Akzent absolut unglaubwürdig.

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HowTo: Gnuplot mit Gnuplottex, Texlive und Texmaker unter Linux

LaTeX © by iBjorn

Wieder mal ein Notizzettel-Post, der zu schade ist um ihn nur auf der Festplatte aufzubewahren.

Das Szenario: Ich (ein Latex-Anfänger) will Graphen möglichst aus meinem Latex-Editor heraus malen. Das geht auch. Mit dem Paket gnuplottex, gnuplot selbst und dem nötigen Wissen. Nur dieses Wissen ist für mein Empfinden extrem schwierig zu finden. Schwer ist es deshalb noch lange nicht. Continue reading

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Gedankenspiel: Der einzige Nutzen von Parteien

Ich bin ein erklärter Gegner der Parteiendemokratie, wie wir sie im Moment haben. Nicht, weil ich Demokratie nicht mag, sondern weil das Parteien in etwa in einer 100 zu 1 Gewichtung zu Demokratie steht. Es gibt etwa eine Million Beispiele dafür, dass in unserem Land das Parteibuch deutlich wichtiger ist als das Volk, der Nutzen, den eine Entscheidung für die Partei bringt, dem Nutzen, den sie für das Volk bringt, ausschließlich und allein entscheidet und dass Politiker zuerst sich selbst, dann ihrer Partei, dann ihrem Gehalt, ihrer Familie, ihren Freunden, ihren ehemaligen Arbeitgebern, ihren zukünftigen Arbeitgebern und dann, irgendwann, dem Volk dienen.

Ich weiß, das klingt wie hohle Phrasendrescherei, und natürlich liegt viel Übertreibung darin. Aber es gibt eben auch einen nicht zu vernachlässigenden, sehr, sehr wahren Kern. Die einzige Konsequenz kann für mich sein, das System derart umzustrukturieren, dass Parteien an Macht verlieren. Continue reading

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Aufpassen beim Lästern: Was an der Augstein Geschichte einfach falsch ist

IMG_5888.jpg © by xtranews.de

Jakob Augstein ist auf der Liste der Top-10-Antisemiten 2012 des Simon-Wiesenthal-Zentrums in den USA. Jakob Augstein! Top-Ten-Antisemiten-2012! Simon-Wiesenthal-Zentrum! USA! Haha!

Ungefähr so sieht die Presselandschaft im Moment aus. Und auch wenn ich wirklich über Harald Martensteins Kommentar im tagesspiegel lachen musste, muss ich sagen:

Asche über mein Haupt, ich hab geglaubt, was alle geschrieben haben, ohne es zu überprüfen. Und bin natürlich prompt reingefallen. Auch wenn Broder Augstein sicher äußerst gern  auf der Liste der Top-10-Antisemiten hätte, eine solche Liste existiert nicht und existierte auch nie, jedenfalls -nicht vom Simon-Wiesenthal-Zentrum. Das hat lediglich eine Liste der Top-10-Antisemitischen-Verunglimpfungen herausgebracht. Das ändert zwar nicht alles, aber eine ganze Menge, und es zeigt mal wieder sehr schön, wie sehr man Medien glauben sollte. Nämlich gar nicht.

Wer mehr dazu wissen will: Ich habs aus dem bildblog . Übrigens großartige Überschrift dort.

Oh, und noch was: Hat das SWC eigentlich die Bildrechte an den ganzen Bildern, die sie da abdrucken? Oder sind die geklaut?

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